Kalte Arbeit

einbruch

Wenig Weihnachtsstimmung verbreitete sich, als mehrere Genossenschafter am sehr frühen Morgen des 4. Advent erfuhren, daß sich über Nacht Einbrecher Zutritt zu den Geschäften verschafft hatten. Dies geschah in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal. Gestohlen wurden Waren und Handkassen; Fenster, Türen und Inneneinrichtung wurden dabei zerstört.

Während in aller Frühe im Beisein der Polizei die Schäden begutachtet und aufgenommen wurden, war Lärm von der Karl-Liebknecht-Straße her zu vernehmen: drei Jungs waren gerade dabei, den Photoautomaten zu demolieren. Es war verständlicherweise irgendwie zufriedenstellend für die anwesenden Polizisten, nicht ausschließlich zum Protokollieren vor Ort zu sein, sondern auch jemanden auf frischer Tat zu ertappen.

Man ist irgendwie erstmal fassungs- oder zumindest sprachlos angesichts der Wucht der Zerstörung, die sich da offenbart. Es ist traurig aber Fakt, daß Einige aus niederen oder notwendigen Beweggründen rücksichtslos agieren.

Und nun? Was tun? Die Polizei empfiehlt uns eine kriminalpolizeiliche Beratung, die wir demnächst auch in Anspruch nehmen werden. Mal schauen, was das bringt. Ansonsten wird wahrscheinlich jeder von uns, der des nächtens unterwegs ist, jetzt doch immer noch mal auf dem Hof vorbeischauen. Und natürlich wird nun das Thema Überwachungskameras – gesellschaftliche Diskussion und Kritik hin oder her – bei uns wieder ganz frisch erörtert.

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2 Kommentare zu “Kalte Arbeit

  1. Das ist ärgerlich. Der Einbruch und die Schäden sind schon mehr als ärgerlich. Ärgerlich ist aber auch, dass Täter dieser Art immer wieder die Überwachungskameras ins Gespräch bringen. Das ist sicher eine schwere Entscheidung für Euch. Ich würde keine im Haus haben wollen, habe aber auch kein Geschäft zu schützen, sondern „nur“ meine Wohnung. Deshalb verweise ich bei den aller halben Jahren aufkommenden Diskussionen immer wieder auf unsere Nachbarschaftspflicht. Nicht denunzieren, sondern aufeinander aufpassen, sich für den anderen interessieren. Das betrifft ja nicht nur Vandalismus, sondern auch z.B. die Hilfsbedürftigkeit mancher Nachbarn.
    Aber wie gesagt, ich habe kein Geschäft zu schützen. Habt Ihr nicht noch ein Eckchen frei da auf Euerm Hof, wo ein Arbeitsloser kaltmietfrei wohnen könnte und Euch im Gegenzug den Nach- und Sonntagswächter macht? Damit umgeht Ihr die Kamera, habt jemanden der aufpasst und vermutlich sogar zuverlässiger ist, umgeht das blöde Geschwätz, das garantiert aufkommt und habt auch noch ein gutes Werk getan.

    • Ja, eine große Zwickmühle ist dieses Thema. Ich persönlich kann mich mit dem Kameragedanken ja auch nicht anfreunden…
      Ein „Nachtwächter“ wäre natürlich keine schlechte Idee, aber solange wir keine Heizungsanlage haben sehr schwierig. Da bekäme das Wort „Kaltmiete“ gleich eine ganz neue Dimension!
      Naja, fest steht, wir werden wohl noch einen Weile an diesem Themenkomplex knobeln. Vielen Dank für Deine Gedanken dazu!

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